20. Flächennutzungsplanänderung der Gemeinde Westerrönfeld

Amt Jevenstedt                                                                                  Jevenstedt, 16.07.2020

Der Amtsdirektor

für die Gemeinde Westerrönfeld

 

 Öffentliche Auslegung des Entwurfs der 20. Änderung des F-Planes der Gemeinde Westerrönfeld


Der von der Gemeindevertretung in der Sitzung am 02.07.2020 gebilligte und zur Auslegung bestimmte Entwurf der 20. Änderung des F-Planes der Gemeinde Westerrönfeld für das Gebiet „Wiemelshorn“, das nachstehend näher beschrieben wird, und die Begründung mit Umweltbericht liegen in der Zeit vom

 27.07.2020 – 31.08.2020

zur Unterrichtung der Öffentlichkeit in der Amtsverwaltung Jevenstedt in 24808 Jevenstedt, Meiereistraße 5, Zimmer 7, während der Öffnungszeiten öffentlich aus.

Öffnungszeiten der Amtsverwaltung: montags, dienstags, donnerstags und freitags von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr, dienstags von 14:00 bis 16:00 Uhr und donnerstags von 14:00 bis 18:00 Uhr,

mittwochs = geschlossen.

Das Plangebiet liegt südlich des Gewerbegebietes „Rolandskoppel“, nördlich des landwirtschaftlichen Betriebes Jevenstedter Straße 51, westlich der B77 und östlich der Jevenstedter Straße. Es schließt den Teilbereich der Jevenstedter Straße entlang des Plangebietes sowie einen Teilbereich des Laufgrabens westlich der Jevenstedter Straße mit ein.

Der Geltungsbereich ist aus dem obigen Lageplan ersichtlich.

Folgende umweltrelevanten Informationen sind verfügbar:

Umweltbericht: Dieser behandelt insbesondere die Schutzgüter Mensch, Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Klima, Luft, Landschaft, Kultur- und sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern. Wesentliche Umweltauswirkungen werden in dem Bereich Mensch durch Schallimmissionen und Verkehr, den Bereichen Pflanzen und Tiere durch Beseitigung und Entwidmung von Knickabschnitten, den Bereichen Boden und Wasser durch großflächige Versiegelungen von Flächen sowie im Bereich Landschaft durch die Bebauung eines Standortes in exponierter Ortsrandlage und die Überformung einer Geländekuppe erwartet.

Folgende weitere umweltrelevante Informationen sind verfügbar:

- Schalltechnische Untersuchung (Apr. 2019)

- Artenschutzrechtliche Gewässercharakterisierung (Aug. 2019)

- Baugrunduntersuchung (Aug. 2018)

- Landschaftsplan für die Gemeinde Westerrönfeld (2001)

Das Schallgutachten hat ergeben, dass durch die Festsetzung von Emissionskontingenten im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung schädliche Umwelteinwirkungen durch Lärm vermieden und eine relativ uneingeschränkte Nutzung des Gewerbegebietes gewährleistet werden können.

Die artenschutzrechtliche Gewässercharakterisierung hat ergeben, dass das vorhandene Kleingewässer, welches im Rahmen der Planung erhalten bleibt, Lebensraum für verschiedene Tierarten bietet, jedoch keine Vorkommen artenschutzrechtlich relevanter Amphibienarten aufweist.

Aus der Behördenbeteiligung gem. § 4 (1) BauGB liegen folgende umweltbezogene Stellungnahmen vor:

Vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration (Landesplanungsbehörde):

·         Zur Prüfung des Verhältnisses der Planung zum Gewerbegebiet Rendsburg/ Osterrönfeld

·         Zur Erforderlichkeit einer Steuerung der Einzelhandelsansiedlungen

Vom Kreis Rendsburg-Eckernförde (Regionalentwicklung):

·         Zur Aufnahme in das Gewerbeflächenmonitoring

Vom Kreis Rendsburg-Eckernförde (untere Naturschutzbehörde):

·                     Zur Übernahme eines vorhandenen Biotopes (Trockenhang) in die Planung und Berücksichtigung von Schutzabständen zum Biotop

·                     Zum erforderlichen Ausgleich

Vom Kreis Rendsburg-Eckernförde (untere Wasserbehörde):

·                     Zur Vermeidung relevanter Veränderungen des Wasserhaushaltes im Rahmen der Niederschlagswasserbeseitigung

Vom LLUR, Regionaldezernat Mitte, technischer Umweltschutz Flintbek:

·                     Zum empfohlenen Verzicht auf Betriebsleiterwohnungen

·                     Zur Erforderlichkeit eines Schallgutachtens mit Hinweis auf die besonderen Erfordernisse des bestehenden Lohnunternehmens

Vom Archäologischen Landesamt S.-H.:

·                     Zur Lage des Plangebietes in einem archäologischen Interessengebiet und der Erforderlichkeit von archäologischen Untersuchungen

Vom Abwasserzweckverband (AZV) Wirtschaftsraum Rendsburg (Petersen und Partner):

·         Zur Prüfung der Erforderlichkeit eines Pumpwerkes für die Schmutzwasserentsorgung

Die diesen Informationen zugrunde liegenden Unterlagen liegen ebenfalls mit aus.

Zusätzlich ist der Inhalt der Bekanntmachung und die nach § 3 Abs. 2 S. 1 BauGB auszulegenden Unterlagen im Internet über den digitalen Atlas Nord des Landes Schleswig-Holstein zugänglich.

Während der Auslegungsfrist können alle an der Planung Interessierten die Planunterlagen und umweltbezogenen Stellungnahmen einsehen sowie Stellungnahmen hierzu schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgeben.

Nicht fristgerecht abgegebenen Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den B-Plan unberücksichtigt bleiben, wenn die Gemeinde den Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit des B-Plans nicht von Bedeutung ist.

Einwendungen, die im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht werden, aber fristgerecht hätten geltend gemacht werden können, machen einen Normenkontrollantrag nach § 47 VwGO unzulässig.

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe e der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Verbindung mit § 3 BauGB und dem Landesdatenschutzgesetz. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt Informationspflichten bei der Erhebung von Daten im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung nach dem BauGB (Artikel 13 S´DSGVO), das mit ausliegt.

Eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes ist in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen, die sie im Rahmen der Auslegungsfreist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Im Auftrag

Maike Neben

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