Bebauungsplan Nr. 35 "Heisch"

Jevenstedt, 21.11.2019

Amt Jevenstedt      
Der Amtsdirektor
für die Gemeinde Westerrönfeld

Erneute öffentliche Auslegung des Entwurfs des B-Plans Nr. 35 „Heisch“ der Gemeinde Westerrönfeld

Der von der Gemeindevertretung in der Sitzung am 14.11.2019 erneut gebilligte und erneut zur Auslegung bestimmte Entwurf des B-Planes Nr. 35 „Heisch“ der Gemeinde Westerrönfeld für das nachstehend näher bezeichnete Gebiet und die Begründung liegen in der Zeit vom

02.12.2019 – 18.12.2019

zur Unterrichtung der Öffentlichkeit in der Amtsverwaltung Jevenstedt in 24808 Jevenstedt, Meiereistraße 5, Zimmer 7, während der Öffnungszeiten öffentlich aus. Öffnungszeiten der Amtsverwaltung: montags, dienstags, donnerstags und freitags von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr, dienstags von 14:00 bis 16:00 Uhr und donnerstags von 14:00 bis 18:00 Uhr,

mittwochs = geschlossen.

Das Plangebiet befindet sich:

- südwestlich des Jugendzentrums (Jevenstedter Straße 47 = Flurstück 46/116 der Flur 4), des Rodelberges der Gemeinde Westerrönfeld (Flurstück 46/118 der Flur 4), der Verbindungsstraße zur Rolandskoppel (Flurstück 61/68 der Flur 4) und eines Teilbereiches des Grundstückes Jevenstedter Straße 49 (Flurstück 61/54 der Flur 4)

- nordwestlich einer bestehenden landwirtschaftlichen Fläche (Flurstück 137) und eines Knicks auf dem Flurstück 145, beide Flur 9),

- nordöstlich des Laufgrabens (Flurstück 149 der Flur 9) sowie eines Knicks östlich des Laufgrabens, der zur landwirtschaftlichen Fläche, Flurstück 15 der Flur 9, gehört,

- südöstlich des Baugebietes Hasenkamp (= B-Plan Nr. 24 „Iserkamp I“).

Es umfasst die Flurstücke 3 und 4 der Flur 9 sowie einen Teil der Jevenstedter Straße (Flurstück 64/3 der Flur 4), alle Flurstücke = Gemarkung Westerrönfeld.

Der Geltungsbereich wurde in die Teilbereiche 1 und 2 aufgeteilt. Teilbereich 2 betrifft 5 Grundstücke, die in der südlichen Ecke des Geltungsbereiches liegen, Teilbereich 1 betrifft die verbleibende Restfläche.

Der Geltungsbereich sowie dessen Aufteilung in die Teilbereiche 1 und 2 ist aus dem Lageplan ersichtlich.

Folgende umweltrelevanten Informationen sind verfügbar:

Der Umweltbericht behandelt insbesondere die Schutzgüter Mensch, Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Klima, Luft, Landschaft, Kultur- und sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern. Wesentliche Umweltauswirkungen werden in dem Bereich Mensch durch Schallimmissionen, den Bereichen Pflanzen und Tiere durch Beseitigung, Versetzung und Entwidmung von Knickabschnitten, den Bereichen Boden und Wasser durch großflächige Versiegelungen von Flächen sowie im Bereich Landschaft durch neue Baukörper in Ortsrandlage erwartet. Außerdem ist mit einer Veränderung des Erschließungsverkehrs zu rechnen.

Folgende weitere umweltrelevante Informationen sind verfügbar:

- Landschaftspflegerischer Fachbeitrag (LFB) zum B-Plan Nr. 35, Gemeinde Westerrönfeld Bestands- und Entwurfszeichnung (2019)

- Verkehrliche Stellungnahme insbesondere zur Herstellung einer Verbindungsstraße zwischen Jevenstedter Straße und Rolandskoppel

- Schallgutachten – Teil 1: Schallimmissionen durch Straßenverkehrslärm (Jun. 2018) und Teil 2: Schallimmissionen durch Gewerbelärm (26.11.2018, 27.11.2018, 25.06.2019 und 23.10.2019)

Alle Anlagen finden Sie auch links unter "Auslegungsunterlagen".

- Baugrunduntersuchung (Feb. 2018)

- Landschaftsplan für die Gemeinde Westerrönfeld (2001)

Das Verkehrsgutachten hat ergeben, dass die mögliche Verkehrsverlagerung durch die Schaffung der Verbindungsstraße gering ist und der vorhabenbedingte Zusatzverkehr von der Jevenstedter Straße ohne weiteres aufgenommen werden kann.

Die Schallgutachten haben ergeben, dass in einem Teilbereich des Plangebietes zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen passive Schallschutzmaßnahmen an den geplanten Wohngebäuden sowie die teilweise Verlagerung des benachbarten Lohnunternehmer-Betriebes nach Süden erforderlich sind.

Aus der Behördenbeteiligung gem. § 4 (2) BauGB liegen folgende umweltbezogene Stellungnahmen vor:

Kreis Rendsburg-Eckernförde:

- Zur Beeinträchtigung der Biotopverbundfunktion des Laufgrabens durch die geplante Straßenanbindung nach Westen, die Ausweisung einer öffentlichen Grünfläche mit Wanderweg sowie das Fehlen ökologischer Aufwertungsmaßnahmen

- Zur Erforderlichkeit eines gemeindlich unterhaltenen Saumstreifens an dem zu erhaltenden Knick

- Zur Erforderlichkeit einer grundbuchamtlichen Sicherung der Ausgleichsmaßnahmen

- Zur fachgerechten Umsetzung der Knick-Neuanlagen

- Zur Vermeidung relevanter Veränderungen des Wasserhaushaltes im Rahmen der Niederschlagswasserbeseitigung

Privatpersonen:

- Zu möglichen Beeinträchtigungen der Anlieger der Jevenstedter Straße und ihrer Nebenstraßen durch vorhabenbedingte Verkehrslärm-Immissionen, welche aus dem Ziel- und Quellverkehr des Plangebietes, aus der veränderten Verkehrsführung durch die geplante Verbindungsstraße zur Rolandskoppel sowie aus zukünftigen Siedlungsentwicklungen auf Grundlage der Gebietsentwicklungsplanung und einer geplanten Anschlussstelle an die B 77 resultieren

- Zu möglichen Verkehrsbeeinträchtigungen an der Kreuzung Am Busbahnhof/ Lindenallee

- Zur Parkplatzsituation und vorhabbedingten Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses auf der Jevenstedter Straße, ihren Nebenstraßen und der Rolandskoppel

- Zur Forderung eines Verkehrskonzeptes für die Gemeinde Westerrönfeld mit Vorschlägen zur Verkehrsführung

- Zu möglichen Nutzungseinschränkungen innerhalb des Gewerbegebietes resultierend aus einzuhaltenden Lärmemissionen aufgrund der Wohngebietsausweisung.

Die diesen Informationen zugrunde liegenden Unterlagen liegen ebenfalls mit aus.

Zusätzlich ist der Inhalt der Bekanntmachung und die nach § 3 Abs. 2 S. 1 BauGB auszulegenden Unterlagen im Internet unter der Adresse www.amt-jevenstedt.de unter „Amt“ → „Beteiligungsverfahren“ → „Westerrönfeld“ als PDF-Datei eingestellt und über den digitalen Atlas Nord des Landes Schleswig-Holstein zugänglich.

 Während der Auslegungsfrist können alle an der Planung Interessierten die Planunterlagen und umweltbezogenen Stellungnahmen einsehen. Stellungnahmen können nur zu den geänderten oder ergänzten Teilen schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgeben werden.

Nicht fristgerecht abgegebenen Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den B-Plan unberücksichtigt bleiben, wenn die Gemeinde den Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit des B-Plans nicht von Bedeutung ist.

Einwendungen, die im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht werden, aber fristgerecht hätten geltend gemacht werden können, machen einen Normenkontrollantrag nach § 47 VwGO unzulässig.

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe e der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Verbindung mit § 3 BauGB und dem Landesdatenschutzgesetz. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt Informationspflichten bei der Erhebung von Daten im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung nach dem BauGB (Artikel 13 S´DSGVO), das mit ausliegt.

Im Auftrag

Maike Neben

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